Impfen für Afrika!
Impftag 2007
Spendenkonto: 043 43 43 300
BLZ: 251 900 01
Hannoversche Volksbank
Spendensiegel DZI

Spendenstand vom 10.01.2007: 91.670,84 Euro

Für dieses überwältigende Ergebnis bedanken wir uns herzlich bei allen teilnehmenden Tierarztpraxen und natürlich auch bei allen Tierhaltern, die mit ihren Tieren am 16. Mai zur Impfung gekommen sind.
Impfen für Afrika! 2007 findet am Donnerstag, dem 10. Mai, statt. Sie können sich bereits jetzt dafür anmelden. Wir freuen uns auf ihre Nachricht!

Projekte & Spenden

Die Spenden des Aktionstages Impfen für Afrika! 2006 fließen in zwei kenianische Projekte:

1. Bekämpfung von Tollwut in der Massai Mara

Tollwut ist in Kenia auf dem Vormarsch - nicht nur in den Städten, verbreitet durch Straßenhunde, sondern auch in ländlichen Gebieten. Die Zahl der Menschen, aber auch der Nutz- und Wildtiere, die durch Bisse von Hunden mit Tollwut infiziert werden, steigt. Die Vorteile der Impfprogramme zur Bekämpfung von Tollwut gegenüber der Behandlung erkrankter Menschen sind, dass sowohl die Kosten und der Aufwand geringer ausfallen als auch eine langfristige Lösung des Problems geboten wird.

Tollwutimpfung
Tollwutimpfung in der Massai Mara

 Seit Januar 2006 beteiligt sich Tierärzte ohne Grenzen e.V. an einem Projekt zur Tollwutbekämpfung im Gebiet der Massai Mara in Kenia. Es verfolgt zwei Strategien:

  • Die Massenimpfung von Hunden und
  • Die Ausbildung medizinischen Personals

Tierärzte ohne Grenzen e.V. übernimmt die Ausführung der Impfungen und setzt hierfür sein Netz an Tiergesundheitshelfern ein.



2. Erforschung von Kamelkrankheiten mit dem Ziel das Einkommen von Kamelhirten zu verbessern

Kamele sind an extrem trockenes und raues Klima angepasst. Dadurch bietet ihre Haltung eine höhere Sicherheit in Dürrezeiten als die Haltung von Rindern. Dies bedeutet aber auch, dass die Kamelhalter als Hirten und Produzenten der Rohmilch häufig in Gebieten leben, in denen überaus schwierige Infrastrukturelle und klimatische Bedingungen herrschen. Ihre Existenz hängt vielfach ausschließlich von der Kamelhaltung ab.
Die schwierigen geografischen Bedingungen stellen für die Verarbeitung und Vermarktung der Rohmilch ein außerordentliches Problem dar.

In Kenia hat Kamelmilch einen hohen Marktwert. Der Preis, der für rohe Kamelmilch erzielt wird ist zwei bis dreimal so hoch wie der für Kuhmilch. Traditionell findet Kamelmilch auch bei der Ernährung von chronisch kranken Menschen (Herzleiden, Diabetes, Milcheiweißunverträglichkeit) Anwendung.

Das Hauptproblem ist die Qualität der Rohmilch. Sie entspricht aufgrund schlechten hygienischen Bedingungen, mangelnder Transportmöglichkeiten und auftretenden Kamelkrankheiten nicht nur den geforderten Standards sondern kann sogar ein Gesundheitsrisiko für die Verbraucher darstellen.

Durch eine Qualitätsverbesserung bei der Rohmilchproduktion, verbesserte Rohmilchsammelsysteme und verbesserte Gesundhaltung der Kamele könnten die Kamelhalter als Produzenten ein bis zu 40% höheres Einkommen erzielen und somit die eigene und die Lebenssituation ihrer Familie nachhaltig verbessern.

Tierärzte ohne Grenzen e.V. strebt den Aufbau eines Basistiergesundheitssystems für Kamele in der Region Nanyuki und Isiolo im Norden Kenias an und führt in diesem Jahr Untersuchungen zur Erforschung von Euterkrankheiten bei Kamelen durch.

© 2004-2010 Tierärzte ohne Grenzen e.V.              zuletzt aktualisiert am 09.03.2010