Grußwort des Niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff zur Aktion "Impfen für Afrika 2006" von Tierärzte ohne Grenzen
Die Ereignisse des vergangenen Jahres und Nachrichten, die uns um die Jahreswende 2005/2006 erreichten, haben uns verdeutlicht, wie wichtig die Tiergesundheit vor allem für die Menschen in den Entwicklungsländern und damit das Anliegen des Vereins Tierärzte ohne Grenzen e.V. und seines Aktionstages "Impfen für Afrika!" ist.
- Berichte über die Dürre in Ostafrika zeigen, dass die dort lebende Bevölkerung, die fast ausschließlich von der Tierhaltung lebt, Gefahr läuft, völlig zu verelenden, wenn ihre Tierbestände verenden sollten.
- Das Vordringen der Vogelgrippe zeigt, dass Tierkrankheiten, die auch Menschen bedrohen können, sich in Zeiten der Globalisierung schnell und schwer kontrollierbar ausbreiten und nicht auf Entwicklungsländer beschränkt bleiben.
Die genannten Probleme können zwar nicht durch Impfaktionen gelöst werden. Tierärzte ohne Grenzen schaffen aber mit ihrer Impfaktion Bewusstsein für die Wichtigkeit der Tiergesundheit - hier bei uns und in anderen Teilen der Welt. Und sie stellen für alle Bürgerinnen und Bürger sichtbar den Zusammenhang her, der zwischen der Impfkampagne bei uns und einem Beitrag zum Aufbau des Veterinärwesens in den Entwicklungsländern besteht. Besonders erfreulich ist, dass 2006 die Impfaktion der Tierärzte ohne Grenzen auch in Österreich und der Schweiz durchgeführt wird.
Ich rufe daher alle Haustierfreunde dazu auf, am 16. Mai in bewährter Weise ihre Haustiere impfen zu lassen. Bitte werben Sie auch bei Ihren Nachbarn, in Ihren Familien und in Ihren Vereinen für die Aktion der Tierärzte ohne Grenzen!
Den Initiatoren der Aktion und den teilnehmenden Tierärztinnen und Tierärzten danke ich sehr für ihr Engagement.
Hannover, im Februar 2006

Niedersächsischer Ministerpräsident |