Spendenstand vom
14. Januar 2010: 161.234,82 Euro
Am 12. Mai 2009 nahmen deutschlandweit 834 Tierärztinnen und Tierärzte
am Aktionstag Impfen für Afrika! teil. Ihnen gilt an dieser Stelle unser
herzlicher Dank, ebenso wie allen Tierhalterinnen und Tierhaltern, die
sich am 12. Mai mit ihrem Tier am Aktionstag beteiligt haben.
Projekte & Spenden
Die Spenden aus Impfen für Afrika! unterstützen die Arbeit von Tierärzte ohne Grenzen e.V. In 2009 fördert der Verein damit insbesondere folgendes Projekt in Kenia:
Der Dürre begegnen
Der Norden Kenias und die angrenzenden Regionen der benachbarten Länder Somalia, Uganda und Äthiopien sind wiederkehrend von starken Dürren betroffen. Diesen folgen oft sintflutartige Überschwemmungen, die durch heftige Regenfälle im Hochland Äthiopiens verursacht werden. Aufgrund der extremen klimatischen Bedingungen, die durch das Wetterphänomen "El Niño" erklärt werden, sind diese Gebiete nur sehr eingeschränkt für die Feldwirtschaft geeignet. Der Großteil der Bevölkerung lebt von der Tierhaltung. In Dürrezeiten ist der Verlust von Tieren hoch, die Konflikte um die wenigen Wasserstellen verschärfen sich. Unzählige Menschen leiden extremen Hunger oder verlieren ihre Lebensgrundlage. Wird das Ausmaß einer Dürre in vollem Umfang sichtbar, ist die Hilfe von außen zwar wichtig, erfolgt aber häufig zu spät. Die schlechte Infrastruktur in den Regionen verschlimmert die Situation zusätzlich.
Dürren lassen sich nicht verhindern, ihre negativen Auswirkungen lassen sich aber eindämmen. Seit Anfang 2008 beteiligt sich Tierärzte ohne Grenzen e.V. an drei Projekten, die es der lokalen Bevölkerung vor Ort ermöglich sollen, den Folgen von Dürren besser zu begegnen. Die Projekte werden von der Europäischen Union (ECHO und Europäische Kommission) gefördert.
Ziel der Projekte ist es, die Lebenssituation der lokalen Bevölkerung durch eine Verminderung der Auswirkungen von Dürren zu verbessern. Außerdem sollen die Handlungsmöglichkeiten der betroffenen Menschen in Dürrezeiten gestärkt werden.
Als Aktivitäten stehen der Aufbau eines regionalen Frühwarnsystems sowie der Bau von Dämmen und anderen Wasserstellen im Mittelpunkt. So wird auch das Konfliktpotential gemindert, das sich aus der herrschenden Wasserknappheit ergibt. Darüber hinaus entstehen private Dienstleistungssysteme (kommunale Kleinkreditsysteme, Feldschulen für Nomaden, Tiergesundheitssysteme), die alternative Einkommensquellen schaffen und die Versorgung mit Basisdiensten verbessern.
Eines der drei Projekte ist die so genannte „Turkana-Pokot Drought Management Initiative“. Es hat eine Laufzeit von 36 Monaten (1.05.2008 – 30.04.2011). Tierärzte ohne Grenzen setzt dieses Projekt gemeinsam mit Tierärzte ohne Grenzen - Belgien, Oxfam GB, Practical Action und ACTED um. Insgesamt profitieren rund 120.000 Menschen, die in dieser Region leben, von dem Projekt.
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